Gegenstand der Geoinformatik (geographic information science) ist Erfassung, Verarbeitung, Analyse und Visualisierung räumlicher Daten und Strukturen. Diese werden mit informationstechnischen Methoden und Instrumenten erfasst, verarbeitet und veredelt. Die erzeugten Geoinformationen werden mit Modellen und Theorien untersucht und erklärt. Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung aufgabenspezifischer Geoinformationsinfrastrukturen, 2D/3D Geovisualisierung und geovisueller Analyse von Massendaten, softwarebasierte Entscheidungsunterstützung und Handlungsempfehlung bei der Analyse und Bewertung komplexer Raumstrukturen. Die junge Fachdisziplin Geoinformatik ist im Überschneidungsbereich zwischen Erdwissenschaften (insbesondere Geographie und Geodäsie, Kartographie und Fernerkundung) und Informatik angesiedelt.

  

In der Lehre wird der gesamte Bereich der Geoinformatik (Geoinformationssysteme, Fernerkundung, Kartographie) abgedeckt. Den Schwerpunkt der Geoinformatik-Lehre bildet der M.Sc. Geoinformation und Visualisierung. Dieser forschungsbasierte Aufbaustudiengang mit natur- und ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung vereint Lehranteile aus Geoinformatik und Computergrafik auf einen Fundament aus Informatik und Erdwissenschaften. Mit diesem Profil besitzt der Masterstudiengang eine bundesweite Alleinstellung.